Betriebsversammlung bei Volkswagen in Braunschweig

 
 

„Der Volkswagen Konzern hat natürlich eine ganz entscheidende Bedeutung für die Stadt, die Region und das Land“, sagte der Landtagsabgeordnete Christoph Bratmann als Begründung warum ihm die Teilnahme an der 12. Betriebsversammlung von VW am Standort Braunschweig ganz besonders wichtig sei.

 

Man könnte es auch als Jahr 2 nach der Abgasaffäre bezeichnen. In einer Region, die industriell so stark vom großen Autobauer Volkswagen geprägt ist, saß der Schock nach Bekanntwerden der illegalen Software in der Motorsteuerung zur Umgehung der amerikanischen Abgasnormen tief. Zur damaligen Zeit und auch Anfang letzten Jahres war die Stimmung bei den Betriebsversammlungen noch eine andere. Niemand wusste so recht wie es jetzt weitergehen sollte und was genau passieren würde. 1 ½ Jahre später hat sich die Stimmung merklich gebessert, was auch an den wieder steigenden Gewinnen des Konzerns liegt.

Der Betriebsratsvorsitzende Uwe Fritsch. Dieser machte von Anfang an deutlich, dass man bei der Aufarbeitung des Skandals nicht nachlassen würde. Immerhin sei aber inzwischen recht deutlich absehbar welcher direkte wirtschaftliche Schaden dem Unternehmen durch die Abgasaffäre blühte. 20 Milliarden Euro Strafe allein in den USA – eine schier unvorstellbare Summe. Aber Volkswagen hat bereits mehrfach unter Beweis gestellt, dass sie als Unternehmen in der Lage sind wieder in die schwarzen Zahlen zu kommen.

Kritik übte Fritsch in seinem Bericht auch ausreichend an den Medien, welchem zwar eine wichtige Rolle bei der Aufarbeitung des Skandals zukommt, welche aber oft mit reißerischen Artikeln den ohnehin vorhanden Imageschaden noch verschärfen.

Aber auch wenn Arbeitsdirektor Dr. Karlheinz Blessing in seinem Bericht des Unternehmens ebenfalls in diese Kerbe schlug und fragte, ob es denn wirklich sein müsse, dass „gefühlt jeden Tag eine neue VW Sau durchs Dorf getrieben werden müsse“, so gilt hier wohl leider das Sprichwort Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen.

Daher ist es wichtig bei der aktuellen Lage nicht die Fehler bei anderen zu suchen, sondern zum einen den Skandal lückenlos aufzuklären und zum anderen mit einer effektiven Strategie die unternehmerische Zukunft zu gestalten. Dies geschieht auch in Form des Zukunftspaktes, der die Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigungssicherung garantieren soll. Darüber hinaus ist auch der Transformationsprozess in Richtung Elektromobilität ein wichtiger Schritt für eine erfolgreiche Zukunft des Unternehmens.

Im Anschluss an die Veranstaltung sagte der Landtagsabgeordnete Christoph Bratmann: „ich stimme mit Dr. Blessing vor allem in einem Punkt überein: Ein Erfolgsrezept des VW Konzerns ist nach wie vor die starke betriebliche Mitbestimmung. Der ständige Kontakt und Austausch zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, Unternehmensführung und den Gewerkschaften ist meiner Meinung auch in Zukunft ein Erfolgsgarant für den hiesigen Autobauer. Gerade deshalb und das sieht man immer wieder, sind Betriebsversammlungen in diesem Konzern immer etwas ganz besonderes und wichtiges.“

 

 


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